• Auf den Bedarf abgestimmt – Der Fokus auf den dezentralen Strommarkt

    Der Trend im Energiemarkt zeigt eine klare Richtung: Grosse Windparks dominieren zunehmend die Landschaft und tragen massgeblich zur Energiewende bei. Doch parallel zu dieser Entwicklung wächst auch der Markt für die dezentrale Stromproduktion – ein Sektor, der nicht nur aufgrund der steigenden Nachfrage nach nachhaltiger Energie, sondern auch durch die verstärkte Nutzung „hinter dem Zähler“ (Behind-the-Meter) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Markt für diese dezentralen Lösungen hat heute bereits ein Volumen von über 330 Milliarden Dollar erreicht und wird in den kommenden zehn Jahren in den vierstelligen Milliardenbereich vordringen.

    Ein realistisches Beispiel für diese Entwicklung könnte ein Produktionsbetrieb sein, der Gemüse anbaut und für die Kühlung seiner Lagerung regelmässig hohe Mengen an Strom benötigt. Die Unsicherheit bei der Stromversorgung und die schwankenden Strompreise stellen das Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Hinzu kommt die Anforderung sein Geschäft zu dekarbonisieren. Um der Abhängigkeit von externen Stromanbietern und den steigenden Kosten zu entkommen, könnte das Unternehmen auf eine nachhaltige, autarke Stromversorgung durch Solar- und Windenergie setzen. Die Kombination von Solar- und Windenergie bietet eine ideale Lösung zur Maximierung der erneuerbaren Eigenstrom-Erzeugung. Während Sonnenenergie vor allem im Sommer und tagsüber Strom liefert, kann Windenergie besonders in den Wintermonaten und Nachtstunden bei bewölkten Bedingungen die Versorgung sicherstellen. Diese komplementären Erzeugungsmuster verringern die Schwankungen der Stromproduktion und ermöglichen eine zuverlässigere Energieversorgung, ohne auf grosse Speicherkapazitäten angewiesen zu sein. So wird die Nutzung erneuerbarer Energien noch effizienter.

    Ein weiterer Vorteil dezentraler Stromproduktion ist die grössere Unabhängigkeit von externen Stromanbietern und damit auch eine erhöhte Sicherheit in den Energiekosten. Dies ist besonders wichtig in Zeiten instabiler Strommärkte, in denen externe Anbieter möglicherweise nicht in der Lage sind, konstant zuverlässige und kostengünstige Lieferungen zu garantieren. Dies schafft Planungssicherheit und macht Unternehmen langfristig wettbewerbsfähiger.

    Ein weiterer bedeutender Vorteil ist die positive Wirkung auf das Image eines Unternehmens, das auf nachhaltige Energiequellen setzt. Die Entscheidung, auf erneuerbare Energie wie Windkraft zu setzen, wird von Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit zunehmend geschätzt, teilweise sogar von deren Kunden gefordert. Unternehmen, die ihre Energie selbst und nachhaltig erzeugen, positionieren sich als verantwortungsbewusste Akteure in der Energiewende und stärken so ihr Markenimage.

    Insgesamt zeigt sich, dass die verteilte Eigenstromproduktion für Unternehmen eine Reihe von Vorteilen bietet – von der Sicherstellung der Energieversorgung und Kostensicherheit bis hin zur Dekarbonisierung des Geschäfts und der Verbesserung des Unternehmensimages als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.

    DEG BIldskizze